Hanpu Li 李函璞

Nach der Melodie Mantingfang · Gedanken an Chutan aus der Ferne

Ci

Erstfassung Überarbeitung

《滿庭芳 · 遙思楚潭》

風佩初停,雨梳朝蕣,尺書先識眉彎。 一聲低喚,驚散夢中弦。 墨跡新添氣息,微微顫、欲出行間。 相逢處,餘溫未定,人近楚天寬。 辭顏。名已熟,臨唇卻緩,舌底生瀾。 把千里關山,盡斂襟前。 幾月光陰忽薄,回眸際、指過眉山。 從頭認,詩還半闋,雙影壓箋邊。

Nach der Melodie Mantingfang · Gedanken an Chutan aus der Ferne

Die Gehänge des Windes sind eben still geworden; Regen kämmt den Morgenhibiskus; Briefe kannten den Bogen der Brauen zuerst. Ein leiser Ruf zerstreut die Saiten des Traums. Die Tintenspuren bekommen Atem; leise zitternd wollen sie zwischen den Zeilen hervortreten. Wo wir uns begegnen, ist die verbliebene Wärme noch nicht zur Ruhe gekommen; du bist nah, und der Himmel von Chu wird weit. Ciyan. Der Name längst vertraut, doch zögernd auf den Lippen; unter der Zunge steigen Wellen auf. Tausend Li Berge und Pässe, alle vor der Brust versammelt. Monate werden plötzlich dünn; bei einem Blick zurück streicht ein Finger über den Berg einer Braue. Dich von Neuem erkennen; das Gedicht noch halb vollendet, zwei Schatten drücken auf den Rand des Blatts.